Devon trifft auf Design: Die Geschichte des Schiefers – Aus den Tiefen der Erde auf die Dächer der Welt

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Mayen. (ots) – Das ist \“Made in Germany\“ im ursprünglichsten Sinn: Blaugrauer Moselschiefer gehört zu den ältesten deutschen Naturprodukten. Er entstand vor rund 400 Millionen Jahren in der Eifel, als weite Teile des Kontinents noch ein Meer waren. Tonschlamm, von der Last des Wassers zu Tonstein hoch verdichtet und später durch Verschiebungen an die Erdoberfläche gepresst, ist die natürliche Grundsubstanz des Schiefers. Bei Neubau und Sanierung gehört der feine wie harte Naturstein heute zu den aktuellen Trendprodukten.

Das Urgestein kommt in Europa, Amerika und Asien vor – doch mit die anerkannt weltbesten Qualitäten schlummern am linken Ufer der Mosel: Rund um die Eifelstadt Mayen wird heute mit modernster Technik der Moselschiefer bergfeucht aus fast 400 Metern Tiefe ans Tageslicht geholt, perfekt gespalten und in Form gebracht für ein weiteres langes Leben auf dem Dach. Dazwischen liegen Millionen Jahre der Reife – und mehr als 2000 Jahre Handwerkstradition. Denn schon die Römer entdeckten den Schatz vor ihrer Haustür an der Mosel: Sie spalteten den Stein und legten ihn als Schutz vor Wind und Wetter auf ihre prachtvollen Häuser. Von Mayen aus transportierten sie Schiefer sogar bis nach Xanten am Niederrhein, einer ihrer größten Garnisonsstädte.

225 Jahre Schiefertradition

Deutsche Schiefergeschichte ist eng verbunden mit dem Namen Rathscheck. 1793 begann Johann Baptist Rathscheck, Sohn eines böhmischen Immigranten, mit dem Schieferabbau in Mayen, 1904 übernahmen die heutigen Besitzer das Unternehmen. Rathscheck Schiefer gehört zum Neusser Familienkonzern Wilh. Werhahn KG und ist im 21. Jahrhundert eines der führenden Schieferunternehmen der Welt.

Ökologie, Haltbarkeit, Solidität und Zuverlässigkeit zeichnen Schiefer aus. Und das wissen auch moderne Gestalter: Sie greifen bei kubischen Gebäuden aus Stahl und Glas genauso gerne auf Schiefer als Fassadenbekleidung zurück wie die Designer verspielter und urgemütlicher Landhaus-Dächer. Gerade Linien und natürliche Farbnuancen des Urgesteins sind in Kombination mit anderen Baustoffen aus der Natur, wie Holz oder anderen Gesteinen, hochaktuell. Rund 2,7 Millionen Quadratmeter Schiefer werden pro Jahr in Deutschland eingedeckt, Tendenz: steigend.

Doch Schiefer ist nicht gleich Schiefer. Es gibt zahlreiche Prüfmethoden, aber sein letztes Geheimnis hat das robuste wie seidig schimmernde Gestein nicht preisgegeben. Allein der Entstehungsprozess und die Besonderheiten der jeweiligen Vorkommen sind eine Wissenschaft für sich. Nur der Fachmann kann aus der Vielfalt einzelner Prüfdaten Rückschlüsse ziehen. Deshalb bleibt der Schieferkauf Vertrauenssache. Aber: Made in Mayen zahlt sich auch beim Schiefer aus. Der Schiefer aus der Eifel ist weltweit ein Marken- und Gütezeichen.

Im Bauch der Eifel

Um den hochwertigen Moselschiefer aus der Unter-Devon-Zeit abzubauen, geht es tief in den Bauch der Eifel. Im Bergwerk Katzenberg heißt es bis heute: Glückauf zur Fahrt abwärts! Ein Förderkorb rauscht 220 Meter ins Innere der Erde – zu den Arbeitsplätzen von qualifizierten Fachleuten aus mehr als 30 Berufen. Über 30 Kilometer lange unterirdische Stollen und Strecken verbinden auf zehn Sohlen mächtige Schieferlager – die Neuerschließungen liegen fast 400 Meter tief. Modernste Computer- und Schneidetechnik helfen heute, den wertvollen Stein trotz aufwändiger Bearbeitung zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten.

Mit gewaltigen Diamantsägen werden untertage große Quader aus dem feuchten Berg gelöst und über Loren und Aufzüge ans Tageslicht gebracht. In der Rathscheck-Manufaktur vollzieht sich weitgehend in Handarbeit die Verwandlung vom tonnenschweren Brocken zum fünf Millimeter starken Deckstein: Denn Schiefer ist spaltbar – wenn man weiß, wie. Mit Hammer und Spalteisen teilen geübte Hände einen Schieferblock so schnell wie mancher Konditor eine Sahnetorte. Der Zurichter bringt die Steine schließlich auf das gewünschte Maß und stanzt Löcher für die Dachnägel ein, bevor es sauber beschriftet und in Holzkisten verpackt zur Reise auf Dächer und Fassaden geht.

Schiefer – der Stein für ein langes Leben

Als Naturprodukt besteht Moselschiefer aus unbedenklichen Inhaltsstoffen. Er wird nur ein einziges Mal bearbeitet, benötigt keine besondere Pflege und hält trotzdem ein Leben lang. Dabei erfordern die Klimaverhältnisse Mitteleuropas mit ihren schnellen Wechseln zwischen Hitze und Kälte einen hohen Dichtigkeitsgrad mit geringer Porosität und einer damit verbundenen minimalen Wasseraufnahme.

\“Schiefer muss frei sein von Fremdeinschlüssen, wie körnigen Schwefelkiesen, sonst hält er den europäischen Umweltbedingungen kaum Stand,\“ wissen Fachleute wie Andreas Jäger, der in der Geschäftsleitung von Rathscheck Schiefer für die eigenen Vorkommen und Produktionsstätten in Deutschland und Spanien zuständig ist. Chemische Angriffe auf Dach und Fassade werden durch Umweltbelastungen durch Schwefeloxid, Kohlendioxid und Stickoxide verursacht – doch Langzeit-Erfahrungen zeigen: Hochwertiger Schiefer hält für Generationen dicht. Bei ihm gibt es selbst nach der Nutzungsdauer, die bei über 100 Jahren liegen kann, keinerlei Entsorgungsprobleme wie bei manchen Industrieprodukten. Schiefersplitt und Schiefermehl können als Bodenverbesserer im Garten verwendet werden oder sorgen als Abdeckmaterial für modern gestaltete Vorgärten.

Beim Preis für ein Schieferdach kommt es vor allem auf die Verlegetechnik an. \“Das deutsche Dachdeckerhandwerk kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Und es kann auf eine fast künstlerische Handwerksfähigkeit stolz sein\“, betont Frank Rummel, in der Rathscheck Geschäftsleitung unter anderem verantwortlich für den Vertrieb. So gelten die Altdeutsche Deckung und die Wilde Deckung aus Moselschiefer bis heute als hohe Kunst am Dach. Sie entsteht aus der Kombination von Schiefer und höchstem handwerklichem Geschick des Schieferdeckers. Die Altdeutsche Deckung aus Moselschiefer wird deshalb auch die Königin der Deckarten genannt. Ihre unterschiedlich großen Steine krönen Burgtürme, Klöster und Schlösser – und geben Landhäusern eine besonders edle Note.

Klassiker in neuen Formaten

Neben den Klassikern, die im Mittelalter ihre Blütezeit erlebten, sorgen heute neu entwickelte Formate und moderne Techniken für design-orientierte und dennoch preisgünstige Alternativen bei hoher Qualität. Bei der Universal- oder Bogenschnitt-Deckung kommen gleichgroße Steine aus der Serienfertigung zum Einsatz, die auf dem Dach einfacher und schneller zu verlegen sind. Rechteckige Formate in verschiedenen Größen sorgen für Aufsehen an modernen Fassaden und stylischen Dächern. Und sie erobern als großformatige Fliesen Böden und Bäder. Neue Designs, Investitionen in modernste Verarbeitungstechnik und die Zusammenarbeit mit kreativen Architekten \“haben das Material Schiefer aus der historischen Ecke geholt\“, freuen sich die beiden Geschäftsleiter über den anhaltenden Trend zu natürlichen und zeitlosen Baumaterialien.

Schiefer aus dem \“Golenden Tal\“

Tradition und Moderne treffen sich nicht nur beim Design der Steine, sondern auch in der Produktion. Im nordspanischen Galicien finden sich die weltweit umfangreichsten Schiefervorkommen – und Produktionsbetriebe, die zu den modernsten der Welt gehören. Im \“Goldenen Tal\“ ( Valdeorras) hat sich Rathscheck Schiefer in den vergangenen zehn Jahren hochwertige eigene Ressourcen gesichert und in moderne Produktionsprozesse investiert. Während in Deutschland das edle dunkle Gestein aufwändig durch das Stollensystem aus den Tiefen der Erde geholt werden muss liegen die Schiefervorkommen im spanischen Norden leichter zugänglich unmittelbar unter der Erdoberfläche. In gewaltigen Blöcken wird der Schiefer aus den Gesteinsschichten gesägt und zu nahegelegen Werkhallen gebracht, wo im Zusammenspiel von geübter Menschhand und computergesteuerter Säge- und Spalttechnik klein- wie großformatige Schieferplatten und Decksteine für die unterschiedlichsten Anwendungen entstehen.

Wie Schiefer entstand: Zurück in die Urzeit

Gemeinsam ist den Vorkommen ihre Entstehungsgeschichte: Vor rund 350 bis 400 Millionen Jahre setzte sich auf dem Grund der Meere feinster Tonschlamm ab. Durch den gewaltigen Druck des Wassers entstand daraus im Laufe der Jahrmillionen Tongestein. Gewaltige Gebirgsbildungsprozesse – man könnte auch sagen, Erdverschiebungen – sorgten dafür, dass die Tonsteinschichten durch seitlichen Druck regelrecht gefaltet wurden. Dabei kristallisierten die ursprünglichen Tonminerale unter der gewaltigen Hitze des Drucks zu plättchenförmigen Mineralien, dem so genannten Glimmer. So wurde dem ursprünglichen Tongestein eine neue Struktur gegeben: Die Schieferung. Sie verlieh dem Gestein einen seidigen Glanz, machte es problemlos in der Längsrichtung spaltbar – und gab ganzen Regionen ihren Namen: Schiefergebirge. Wer heute zu Bergtouren aufbricht, wandert über den Meeresgrund der Urzeit. Überall auf der Welt gibt es Schiefervorkommen – aber nur die wenigsten eignen sich tatsächlich für den Einsatz am Bau. Denn über weite Strecken bestanden die Meeresablagerungen nicht nur aus reinem Tonschlick, sondern über Flüsse wurden auch Erze und andere Partikel eingeschwemmt: \“In Kontakt mit Luft und Wasser könnten diese Steine rosten\“, erklärt der Geologe.

Auserlesene Steine

Was als Schiefer für Dach und Fassade verwendet werden kann, muss daher besonders rein sein – und dieser reine Schiefer findet sich sowohl in wenigen Regionen Nordspaniens als auch in der Eifel. \“Aber selbst dort längst nicht überall,\“ schränkt Schiefer-Experte Andreas Jäger ein. Das Geheimnis besonders hoher Schieferqualität ist vielschichtig: Die jeweiligen Lagerstätten werden vor der Erschließung intensiv geologisch untersucht, durch Einschlüsse verunreinigte Gesteinsschichten bleiben schon beim Abbau aussen vor – und vor der Weiterbearbeitung erfolgt Stein für Stein eine Qualitätsüberprüfung: \“Bei uns kommen nur die Besten in den Verkauf\“, erklärt Andreas Jäger. Die besondere Selektion führt zu einer ausserordentlichen Qualität und trägt in großem Umfang dazu bei, das der Schiefer über viele Jahrzehnte sein edles Aussehen und seine sichere Funktion behält.

Kultgestein der Eiszeitjäger

Bau-Geschichte schrieb Schiefer schon bei den ersten Siedlern zwischen Mosel und Rhein: Die Eiszeitjäger legten vor rund 15 500 Jahren ihre Küchenfußböden damit aus – und sie nutzten Schiefer als Zeichenmaterial und zur Schmuckherstellung. Bestens erhaltene Exponate fanden Forscher bei Ausgrabungen im Neuwieder Becken. Die schönsten Schmuckstücke, Zeichnungen – und eine nachgebaute Küche – sind heute in Neuwied-Monrepos zu sehen, wo die Evolutionsgeschichte der Menschheit plastisch vorgestellt wird.

Viele tausend Jahre nach den Steinzeitmenschen kamen die Römer in die Eifel – und entdeckten ebenfalls den spaltsparen Stein als Premium-Baustoff für Dächer und Böden. Um 1150 erwähnte Hildegard von Bingen erstmals Steine und Schieferplatten, mit denen Häuser gedeckt wurden. Das Bild historischer Stadtkerne und alter Gemeinden ist geprägt von Schieferdächern mit Altdeutscher Deckung. Im Mittelalter entwickelte sich Schiefer zum bevorzugten Bedachungsmaterial, begnadete Handwerker schufen damit verspielte Dächer für die Ewigkeit. Historische Gebäude links und rechts der Mosel mussten erst nach über 250 Jahren neu gedeckt werden. Nicht, weil der Schiefer unter dem Zahn der Zeit gelitten hätte, sondern weil die Befestigungsnägel verrostet waren.

\“Moselschiefer\“ ist seit langem der Inbegriff für erste Wahl – und ziert bis heute bekannte Burgen, bedeutende Klöster und hochherschaftliche Schlösser. Was aber die wenigsten wissen: Moselschiefer kommt nicht unmittelbar von der Mosel, sondern aus der Eifel. Seinen Namen trägt er, weil er schon früh ein Exportschlager war: Über holprige Pfade wurde der Schiefer aus Mayen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erst mit Pferdefuhrwerken ans Moselufer gebracht – und danach mit Frachtkähnen bis an den Niederrhein, in die Niederlande und nach Niederbayern transportiert. Für die Empfänger war er daher der \“Schiefer von der Mosel\“. Als Moselschiefer wurde er zum internationalen Qualitätsbegriff.

Als nach den Krisen- und Kriegszeiten in Deutschland Mitte der 50er Jahre der Wiederaufbau begann, erlebte der Schiefer seine schwärzeste Zeit: In vielen Schieferbergwerken in Deutschland ging das Licht aus, weil die Produktion mit veralteter Technik unrentabel war – und dem Schiefer nachempfundene Kunstprodukte als preiswerte Massenware den Markt eroberten.

Mit steigendem Gesundheitsbewußtsein begann in den 80er Jahren der Wiederaufstieg des Schiefers. Der Naturstein erlebt bis heute eine Renaissance – bei der Sanierung wie beim Neubau. Kalkulieren preisbewußte Bauherren mit der Langlebigkeit eines Schieferdaches ist der Naturstein häufig sogar die günstigere Alternative zu anderen Materialien für Dach und Fassade. Nach Langzeit-Berechnungen des Bundes Technischer Experten (BTE) hält ein Schieferdach beinahe doppelt so lange wie beispielsweise ein Aluminium- oder Faserzementdach.

Infos und kostenlose Bauherrenberatung: Rathscheck Schiefer, Postfach 1752, 56707 Mayen, Telefon: 02651/955110, Internet: www.schiefer.de

Hinweis für Redaktionen: Weitere Texte und eine große Auswahl an Pressefotos zum Thema Schiefer auf www.bautipp.net

Pressekontakt:

Rathscheck Schiefer, Dirk Ackermann, Tel. 02651 955-0 oder Uwe
nSchöllkopf, Tel. 02631 9996-0

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phoenix: Greenpeace-Vertreter Krug zum Dieselskandal: „Die Autoindustrie lügt“

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Bonn (ots) – Der Leiter der politischen Vertretung von Greenpeace in Deutschland, Stefan Krug, hat der Autoindustrie mit Blick auf den Dieselskandal vorgeworfen, bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben: \“Es ist klar, dass die Industrie – deutlich gesagt – lügt\“, sagte Krug in einem Interview in der phoenix-Sendung \“vor Ort\“. Die Behauptung, eine Umrüstung gängiger Dieselmodelle sei nicht so einfach umzusetzen, entspringe der \“klassischen Haltung der Industrie, einfach Dinge zu behaupten, die so nicht stimmen.\“ Längst gebe es Zusatzeinrichtungen für fast jedes Dieselmodell, so Krug.

Von einer zukünftigen Bundesregierung forderte Krug auch mit Hinblick auf die Durchsetzung der Elektromobilität, ein strikteres Vorgehen gegenüber den Autobauern: \“Wir brauchen einen politischen Rahmen, der deutlich vorgibt: Wir haben einen Shift zur Elektromobilität, und wir geben euch noch die und die Zeit.\“ Die Industrie und nicht der Steuerzahler müsse für die Kosten aufkommen, die sowohl durch die Folgen der Feinstaubbelastung als auch durch den Übergang zur Elektromobilität entstehen würden. Die Politik müsse den Autobauern klar vermitteln: \“Ihr müsst für die Kosten aufkommen, die das bedeutet, auch und gerade im Gesundheitsbereich. Und dann denke ich, hat die Politik ihren Job gemacht.\“

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