Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Schwarz: Wissenschaft darf keine Heilsversprechen abgeben

Hamburg (ots) – Bei der ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung \“Wie politisch ist die Wissenschaft?\“ hat der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Prof. Dr. Helmut Schwarz, die Bedeutung der Wissenschaft als Element der Völkerverständigung betont. Sie sei dafür prädestiniert, Menschen unterschiedlicher Milieus zusammenzubringen. Der Diskurs sei jedoch durch ein falsches akademisches Verständnis gefährdet. Wissenschaftler, so Schwarz, hätten selbst dafür gesorgt, dass ihre Glaubwürdigkeit infrage stehe. Die Wissenschaft müsse akzeptieren, dass sie nie endgültige Antworten habe. Sie könne irritieren und sogar sagen \“wir wissen es nicht genau\“, dürfe aber keine Heilsversprechen abgeben.

Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender von MLP, betonte ebenfalls die Bedeutung des Diskurses. \“Politik ist in ihrem Dienst am Gemeinwohl auf wissenschaftliche Expertise angewiesen. Wissenschaft im Gegenzug benötigt politische Rahmensetzungen.\“ Wichtige Zukunftsfragen ließen sich nur gemeinschaftlich lösen. \“Statt Populisten brauchen wir gute Erklärer und ambitionierte Gestalter.\“ Dabei sei auch die Politik besonders gefordert.

Weitere Referenten bei der ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung waren u.a. Yascha Mounk (Lecturer on Government, Harvard University), Martina Brockmeier (Vorsitzende des Wissenschaftsrats), Peter-André Alt (Präsident, Freie Universität Berlin), Mai-Thi Nguyen-Kim (Chemikerin und YouTuberin; Moderatorin Terra X Lesch & Co.), Markus Kreutzer (Dekan, EBS Business School), Liviu Matei (Provost & Pro-Rector, Central European University in Budapest), Nicole Deitelhoff (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Armin Nassehi (Professor für Soziologie, Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Micha Teuscher (Präsident, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Annette Leßmöllmann (Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation und Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien, Karlsruher Institut für Technologie) und Christoph Möllers (Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, Humboldt-Universität zu Berlin).

Eine Konferenz in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister MLP.

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